Privater Darlehensvertrag — Vorlage mit Ratenberechnung
Ein Darlehensvertrag für Geld unter Freunden oder in der Familie: Sie geben Betrag, Zinssatz und Anzahl der Raten ein, die Vorlage berechnet Tilgungsanteil, erste Rate, Zinsen und Gesamtbetrag. Für ein zinsloses Darlehen setzen Sie den Zinssatz auf 0 — dann sind alle Raten gleich hoch.
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Allgemeine Vorlage, keine Rechtsberatung — bitte vor der Verwendung prüfen. Draftmill ist keine Anwaltskanzlei.
Darlehensvertrag
zwischen
Stefan Lorenz
geboren am 12.03.1968
Mozartstraße 9, 04107 Leipzig
– nachfolgend „Darlehensgeber“ –
und
Katharina Wolf
geboren am 03.11.1990
Stötteritzer Straße 52, 04317 Leipzig
– nachfolgend „Darlehensnehmer“ –
§ 1 Darlehen und Auszahlung
Der Darlehensgeber gewährt dem Darlehensnehmer ein Darlehen in Höhe von 12.000,00 €. Das Darlehen dient folgendem Zweck: Kauf eines gebrauchten Pkw.
Der Darlehensgeber überweist den Darlehensbetrag spätestens am 01.11.2026 auf das Konto des Darlehensnehmers mit der IBAN DE00 4306 0967 1187 6543 00. Der Darlehensnehmer bestätigt den Erhalt auf Verlangen schriftlich. Sicherheiten werden nicht gestellt.
§ 2 Zinsen
Das Darlehen ist mit 2,5 % jährlich zu verzinsen. Die Zinsen werden monatlich mit den Raten gezahlt: Mit jeder Rate ist ein Zwölftel des Jahreszinses auf den Darlehensbetrag zu zahlen, der vor dieser Rate noch offen ist.
Bei planmäßiger Rückzahlung betragen die Zinsen insgesamt 312,50 €; zurückzuzahlen sind damit insgesamt 12.312,50 €.
§ 3 Rückzahlung in Raten
Der Darlehensnehmer zahlt das Darlehen in 24 monatlichen Raten zurück. Jede Rate besteht aus einem Tilgungsanteil von 500,00 € und den Zinsen nach § 2. Die erste Rate ist am 01.12.2026 fällig, jede weitere am selben Kalendertag der folgenden Monate.
Die erste Rate beträgt 525,00 €. Weil die Zinsen nur auf den noch offenen Betrag berechnet werden, wird jede folgende Rate etwas niedriger. Rundungsdifferenzen werden mit der letzten Rate ausgeglichen.
Die Raten sind auf folgendes Konto des Darlehensgebers zu zahlen:
Kontoinhaber: Stefan Lorenz
IBAN: DE00 8605 5592 1090 2244 61
Rechtzeitig ist eine Zahlung, wenn das Geld am Fälligkeitstag auf diesem Konto eingegangen ist.
§ 4 Vorzeitige Rückzahlung
Der Darlehensnehmer kann das Darlehen jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an; Zinsen schuldet er nur für die Zeit bis zur Rückzahlung. Teilweise Sondertilgungen verkürzen die Laufzeit, der monatliche Tilgungsanteil bleibt unverändert.
§ 5 Verzug und Kündigung
Zahlt der Darlehensnehmer eine Rate nicht rechtzeitig, kommt er ohne Mahnung in Verzug (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB) und schuldet auf den rückständigen Betrag Verzugszinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 1 BGB).
Der Darlehensgeber kann das Darlehen fristlos kündigen und den noch offenen Darlehensbetrag nebst den bis dahin geschuldeten Zinsen sofort verlangen, wenn der Darlehensnehmer mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Raten ganz oder teilweise in Verzug ist, der Darlehensgeber ihm erfolglos eine Frist von zwei Wochen zur Zahlung gesetzt und dabei erklärt hat, dass er bei Nichtzahlung den gesamten Restbetrag verlangen werde. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung nach § 490 Abs. 1 BGB und aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt; im Übrigen ist eine ordentliche Kündigung durch den Darlehensgeber ausgeschlossen.
Kündigungen bedürfen der Schriftform.
§ 6 Schlussbestimmungen
Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an ihre Stelle tritt die gesetzliche Regelung.
Jede Partei erhält eine von beiden Parteien eigenhändig unterschriebene Ausfertigung.
Leipzig, den 11.10.2026
……………………………………
Stefan Lorenz
Darlehensgeber
……………………………………
Katharina Wolf
Darlehensnehmer
Wofür Sie die Vorlage brauchen
Mit dem Darlehensvertrag verpflichtet sich der Darlehensgeber, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen; der Darlehensnehmer schuldet die vereinbarten Zinsen und muss das Darlehen bei Fälligkeit zurückzahlen (§ 488 Abs. 1 BGB). Eine Form ist nicht vorgeschrieben. Erst ein schriftlicher Vertrag beweist aber, dass das Geld geliehen und nicht geschenkt war, wie viel zurückzuzahlen ist und wann.
Zwischen Privatpersonen gelten die strengen Regeln für Verbraucherkredite nicht — sie greifen nur, wenn ein Unternehmer einem Verbraucher Geld leiht (§ 491 BGB). Die Parteien sind deshalb weitgehend frei, solange die Zinsen nicht sittenwidrig hoch sind (§ 138 BGB). Die Vorlage sieht ein Ratendarlehen vor: Der Darlehensnehmer tilgt jeden Monat denselben Betrag und zahlt dazu die Zinsen auf den noch offenen Rest, sodass die Rate von Monat zu Monat sinkt. Er kann jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig zurückzahlen.
Für den Fall, dass Raten ausbleiben, regelt die Vorlage Verzugszinsen und die Kündigung: Sind zwei aufeinanderfolgende Raten offen, kann der Darlehensgeber nach einer Nachfrist den gesamten Rest verlangen. Denken Sie auch an die Steuern — Zinsen sind beim Darlehensgeber Einkünfte aus Kapitalvermögen, und ein zinsloses Darlehen kann schenkungsteuerlich eine Zuwendung sein.
Was hineingehört
- Darlehensgeber und Darlehensnehmer mit Geburtsdatum und Anschrift
- Darlehensbetrag, Zeitpunkt und Weg der Auszahlung
- Zinssatz — oder die ausdrückliche Vereinbarung, dass das Darlehen zinslos ist
- Rückzahlung: Anzahl, Höhe und Fälligkeit der Raten, Konto
- Recht zur vorzeitigen Rückzahlung
- Verzugszinsen und Kündigung bei Zahlungsverzug
- Sicherheiten, falls welche vereinbart sind
- Ort, Datum und Unterschriften beider Parteien
So funktioniert es
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Häufige Fragen
Muss ein privater Darlehensvertrag schriftlich oder notariell geschlossen werden?
Nein. Ein Darlehensvertrag zwischen Privatpersonen ist formfrei wirksam, sogar mündlich. Ein schriftlicher, von beiden unterschriebener Vertrag ist trotzdem dringend zu empfehlen: Im Streit muss der Darlehensgeber beweisen, dass er das Geld als Darlehen gegeben hat — ohne Vertrag behauptet der Empfänger leicht, es sei ein Geschenk gewesen. Zahlen Sie den Betrag am besten per Überweisung aus, dann belegt der Kontoauszug die Auszahlung. Einen Notar brauchen Sie erst, wenn das Darlehen etwa durch eine Grundschuld gesichert werden oder der Darlehensnehmer sich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwerfen soll.
Ist ein zinsloses Darlehen eine Schenkung?
Das Darlehen selbst nicht, denn es muss zurückgezahlt werden. Den Vorteil, das Geld zinslos nutzen zu dürfen, behandelt der Bundesfinanzhof aber als freigebige Zuwendung, die der Schenkungsteuer unterliegen kann (BFH, Urteil vom 27.11.2013 – II R 25/12). Bewertet wird er mit dem marktüblichen Zins für ein vergleichbares Darlehen, wenn dieser feststeht, sonst mit 5,5 % jährlich (§ 15 Abs. 1 BewG; BFH, Urteil vom 31.07.2024 – II R 20/22). Steuer fällt erst an, wenn der Vorteil zusammen mit anderen Schenkungen derselben Person innerhalb von zehn Jahren den Freibetrag übersteigt: 500.000 € für Ehegatten, 400.000 € für Kinder, aber nur 20.000 € etwa für Geschwister, Lebensgefährten oder Freunde (§§ 14, 16 ErbStG). Bei größeren Beträgen außerhalb der engsten Familie sollten Sie einen marktüblichen Zins vereinbaren oder steuerlichen Rat einholen.
Muss ich Zinsen aus einem privaten Darlehen versteuern?
Ja. Für den Darlehensgeber sind die Zinsen Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG). Weil keine Bank Kapitalertragsteuer einbehält, müssen Sie sie in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben (§ 32d Abs. 3 EStG). Besteuert werden sie in der Regel mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 %, soweit Ihre Kapitalerträge insgesamt den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (bei Zusammenveranlagung 2.000 €) übersteigen. Sind Darlehensgeber und Darlehensnehmer einander nahestehende Personen und setzt der Darlehensnehmer die Zinsen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben ab, gilt stattdessen Ihr persönlicher Steuersatz (§ 32d Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a EStG).
Was gilt, wenn kein Rückzahlungstermin vereinbart ist?
Dann wird das Darlehen erst fällig, wenn eine Seite kündigt; die Kündigungsfrist beträgt drei Monate (§ 488 Abs. 3 BGB). Ein zinsloses Darlehen darf der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung jederzeit zurückzahlen. Zinsen sind ohne andere Vereinbarung jeweils nach Ablauf eines Jahres zu zahlen (§ 488 Abs. 2 BGB). Diese Vorlage legt stattdessen feste monatliche Raten fest, sodass jede Rate an ihrem Termin fällig wird, und erlaubt dem Darlehensnehmer, jederzeit früher zurückzuzahlen.
Die Vorlage ist ein allgemeiner Ausgangspunkt. Draftmill ist keine Anwaltskanzlei und erbringt keine Rechtsberatung; für die Richtigkeit und Eignung der Vorlage für Ihren Fall übernehmen wir keine Gewähr. Passen Sie sie vor der Verwendung an Ihre Situation an und lassen Sie wichtige Verträge von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt prüfen. Nutzungsbedingungen
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